Auen-Schenkelbiene

Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea) Albert Krebs

Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea)

Die solitär lebende Auen-Schenkelbiene ist streng auf Ölblumen der Gattung Lysimachia spezialisiert, wenn es um die Versorgung ihrer Brutzellen geht. Den Nektar für die Eigenversorgung muss sie jedoch von anderen Pflanzen beziehen, denn Gilbweiderich führt keinen Nektar. Auch bei dieser Art zeigen die Männchen ein Territorialverhalten. So wachen sie über die Blüten, die die Weibchen zur Pollen- und Ölgewinnung nutzen. Das Öl wird benutzt um die Brutzellen auszukleiden und damit gegen Feuchtigkeit bzw. Austrocknung zu schützen. Zusätzlich wird das Öl mit dem Pollen gemischt, um das Larvenbrot herzustellen.

Die Nester für die Brutzellen legen die Weibchen der 8 bis 9 mm grossen Wildbiene in selbstgegrabenen Hohlräumen ca. 10 cm tief in der Erde an. Ein Nest kann aus bis zu 8 Brutzellen bestehen, wobei jede Brutzelle am Ende eines Seitenganges liegt, der von dem Hauptgang abgeht. Ihr Lebensraum ist stark an ihre Pollenquelle gebunden. Da diese sehr feuchte Gebiete bevorzugt, ist sie auch eher in feuchten Gräben, in Auenwäldern, an Uferböschungen oder in Niedermooren anzutreffen.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Macropis europaea
Flugzeit: Anfang Juli bis Anfang September
Status CH: Nicht auf der Roten Liste (Stand 1994), aber selten
Foto: Albert Krebs
Pollenpflanzen: Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
Nektarpflanzen: Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria), Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)




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