Schmetterlinge

einheimische Schmetterlinge

Über 3800 Schmetterlingsarten wurden bereits in der Schweiz nachgewiesen

Als Bestäuber sind Schmetterlinge weniger fleissig als Bienen – schliesslich ernähren sie nur sich selbst von Nektar, während Bienen auch ihren Nachwuchs mit Nektar und Pollen versorgen.

Dafür erreichen sie mit ihren langen Rüsseln auch Blüten, die zu tief sind für andere Bestäuber. Auch als nächtliche Bestäuber sind sie ungeschlagen. Schmetterlinge sind ursprünglich Geschöpfe der Nacht, und bis heute fliegt nur eine kleine, bunte Minderheit tagsüber. Viele Pflanzen sind stark von der Bestäubung durch Schmetterlinge abhängig, darunter Nachtkerzen, Lichtnelken und Geissblätter. Noch viel wichtiger ist die Rolle der Schmetterlinge und ihrer Raupen als Nahrung für Vögel, Fledermäuse und räuberische Insekten. Mehr als 95% der Schweizer Singvögel brauchen als Küken tierische Nahrung, viele von ihnen das ganze Leben lang. Den Grossteil dieser Nahrung machen Raupen und Nachtfalter aus.

Schmetterlinge und ihre Wirtspflanzen

Die meisten Schmetterlinge besuchen viele verschiedene Blüten, aber legen ihre Eier nur an wenigen, ganz bestimmten Pflanzenarten ab. Diese müssen dann auch noch am richtigen Ort stehen – Licht und Schatten, die Luftfeuchtigkeit, die Dichte und Höhe der Pflanzen können dabei eine Rolle spielen. Dieser Instinkt ist so stark, dass Schmetterlinge nur ungern ihre Wirtspflanze wechseln. Sie ignorieren oft sogar Pflanzen aus dem nahen Ausland, die ihre Artgenossen dort gerne annehmen. Darum sind Schmetterlingsraupen besonders stark auf einheimische Wildpflanzen angewiesen.

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